Radikale Würde
Es geht um dein Wollen und deine Spielwelt! Schluss mit faulen Kompromissen...
Radikal geht es auch diese Woche weiter. Während ich letzte Woche über Radikale Intimität schreibe, bewegt mich diese Woche Würde.
Ich erfahre immer mehr und mehr, was es heißt, eine würdevolle Frau zu sein, die radikal die Integrität IHRER Spielwelt wahrt. Im Radical Center Bridgehouse. Im Dorf von Possibility Management, und dort insbesondere im deutschsprachigen Teil. Ich bringe diese Würde mit mir ins Archiarchy Invention Center Somos auf Teneriffa, wo ich gerade angekommen bin, für zwei Trainings.
Würde ist meine Praxis.
Ich praktiziere in jedem Schritt, den ich gehe, und jedes Wort, das ich spreche.
Würde heißt, dass ich in Integrität bin über das, was ICH WILL.
Würdevoll ist, dass ich MEINE Impulse ernst nehme.
Würde heißt NICHT, das zu tun, was mein Gremlin für mich übernehmen will, wenn ich als erwachsene, würdevolle Frau nicht auf mich geachtet habe.
Würde heißt NICHT, das zu tun, was meine Box als angenehm empfindet.
Würdevolles Handeln in Integrität bedeutet, dass ich genau auf meine 5-Körper Impulse achte und sie frei halte von jeglichen Gremlin-Zweifeln.
Würdevolle Aktion heißt, dass ich meiner Archetypischen Linie Priorität im Leben gebe, weit entfernt davon, was andere von mir erwarten oder von mir wollen.
Würdevolles Handeln gelingt, wenn ich die Energie und die Informationen meiner Gefühlskräfte voll nutze.
Wie oft habe ich mich früher von blinden Aktionismus leiten lassen. Der blinde Aktionismus ist immer dann passiert, weil ich mein eigenes Wollen übersprungen habe. Mein Handeln war davon geprägt, was auch immer ich gerade gefühlt habe. Meine Emotionen haben mich geritten. Getreu der alten Gefühls-Landkarte: “Ich fühle etwas, also muss ich was dagegen tun. Ich muss das lösen.” Mein Handeln war davon geprägt, was auch immer ich gedacht habe. Meine angepasste nette Mädchen-Box hat dafür gesorgt, dass ich getan habe, was ich dachte, dass gerne gesehen wird. Doch diese schnellen Lösungen waren keineswegs zufriedenstellend. Weder das blinde Handeln, um nicht mehr fühlen zu müssen, noch das angepasste nette Mädchen Verhalten haben in die Welt gebracht, was ich wollte.
Manchmal ist E.C.C.O. so lustig. Ich will diesen Artikel hier bis heute Mittag fertig haben für die Veröffentlichung, weil ich dann mit den Menschen von Somos sein und arbeiten möchte. Gerade eben lief Lisa-Maria Görtz, Raumhalterin von Somos an meinem Fenster vorbei. Ich erzählte ihr, dass ich bereits die Hälfte meines Artikels geschrieben habe und gerade riesigen Frühstücks-Hunger bekomme. Mit ihr konnte ich praktizieren, eine “unreasonable goddess” zu sein, die sagt, was sie will, und der nun Essen den ganzen Weg von der Küche nach unten gebracht wird (Somos ist groß), sodass ich weiter schreiben kann. Meine Box findet das zum Ausflippen: “Das ist doch unverschämt. Lisa-Maria ist beschäftigt.” Meine Archetypische Linie findet das ganz wunderbar, denn meine Finger fliegen nur so weiter über die Tastatur. Das kann passieren, wenn du sagst, was du willst.
Es war so wichtig für mich zu lernen, ganz aufmerksam nach innen zu lauschen, was ich will, ohne auch nur das kleinste Wollen - z. B. als unverschämt - abzutun. Der Trick, den ich für mich gelernt habe, ist, dass ich erst einmal ungefiltert alle meine Anteile - sprich alle meine Ego-Zustände - sprechen lasse. Das, was mein Gremlin-, Kind-, Eltern-Ich zu sagen haben, ist genauso wertvoll, wie das Wollen meines Erwachsenen oder meines Archetypischen Zustands. Dabei beziehe ich die Sicht auf meine fünf Körper mit ein. Doch ich, die Erwachsene, wählt dann, was ich von all meinem Wollen wirklich umsetzen will und vor allem WIE! Erst dann kommt das Handeln.
Wenn du dich bereits eine Weile im Kontext von Possibility Management bewegst, kennst du vielleicht schon die Gefühlsformel. Sie benennt genau diese vier Schritte: 1) Ich fühle … (lass die Angst/Traurigkeit/Freude/Wut bewusst da sein und benenne dein Gefühl), 2) weil, …. (was hat das Gefühl für dich?), 3) Ich will … (lass alle Anteile sprechen - ungefiltert), 4) Daher, tue/frage/verhandle ich … (was ist die Handlung?)
Ein transformatorisches Ereignis, um ohne Kompromisse einen Stand für mein Wollen einzunehmen, war ein Call mit einer Frau diese Woche, die mir eine sehr geschickte Gremlin-Einladung gemacht hat, auf ihrem Level an Verantwortung mitzuspielen. Dies hätte allerdings bedeutet, den Level an Verantwortung meiner Spielwelt auf den Level ihrer Spielwelt zu senken, damit wir “kollaborieren” können. Was für ein falscher Kompromiss. “Nein! Ich bin eine würdevolle Frau. Dies ist meine Spielwelt. Du bist eingeladen mit zu spielen, wenn du ein wahres Ja hast für meine Spielregeln, für radikale Verantwortung. Ansonsten freue ich mich für dich, dass du deine Forschung in deiner Spielwelt machst, doch ich bin kein Teil deiner Spielwelt. Ich will dein Gremlin-Spiel nicht spielen. Ich will meine Spielwelt weiter gießen, hüten und erblühen lassen.”
Würde ist, deine Emotionen zu vollenden und zu heilen, sodass sie keinen Block mehr darstellen, zwischen dir und deinem Wollen!
Du brauchst dich niemandem anpassen, oder recht machen, wenn es um dein Wollen geht.
Deine Entscheidungen für die Integrität deiner Spielwelt brauchen keine Zustimmung oder Akzeptanz von anderen.
Harbigarr ihr wilden Piraten, Königinnen und Magier da draußen,
viele Grüße aus der Außenstelle vom Radical Center Bridgehouse, Somos auf Teneriffa,
Lisa




